Augen auf beim Welpenkauf

 

Wollen Sie einen netten, kleinen Hund für die Couch , der nicht unbedingt bei jedem Wetter seinen Auslauf verlangt und bei Sauwetter auch zufrieden ist, wenn es eben nur mal “kurz vor die Türe” geht?

Oder darf es ein bisschen mehr Hund sein? Den ultimativen All-Wetter-Kamerad, den weder sintflutartiger Regen abschreckt, der orkanartigen Windböen trotzt, die eisig kalte Winterluft geradezu liebt, einen Vierbeiner der auch bei Minustemperaturen von einem Badevergnügen, sei es im Rhein oder heimischen Bachlauf, völlig begeistert ist - einen Labrador Retriever eben!

Sie haben sich entschieden!!! Nicht die Rasse der Westhighland-Terrier vom dem freundlichen Nachbarn Herr XY nebenan , nicht der Dackel von der netten Arbeitskolleg-in, und auch nicht der Bearded-Collie von der besten Freundin hat ihr Herz erobert - nein, es soll ein Labrador sein!

Nachdem sie sich viele Informationen aus dem reichlichen Labbi-Literatur-Angebot geholt haben, im Internet die Labradorseiten durchstöbert haben, gehen sie nun daran, ihren Wunsch in die Tat umzusetzen um einen “kleinen Racker” in ihr Heim zu holen. Nun, so wie sie sich entschieden haben, fällen auch viele andere Interessenten ihre Wahl.

So ist es kein Wunder, das der gerade in Mode gekommene Labrador von "Vermehrern" aus dem In-und Ausland ausgenutzt wird, um die Nachfrage mit einer Massenzucht von vielen süßen kleinen Labbis, zu erfüllen.

Die Unwissenheit der Welpenkäufer, oder sei es eventuell auch die Aussicht ein paar Hundert Euro weniger zahlen zu müssen, leisten dubiosen Schwarzzüchtern Vorschub, die ohne Rücksicht auf genetische Defekte, Gesundheit der Elterntiere noch die unabdingbare Wesensstärke der Tiere, ihr lukratives Unwesen treiben.

Aber auch der vermeintlich günstige Kaufpreis ist viel Geld für einen Hund von dem sie und dessen Vorfahren nichts wissen. Wenn sie nun noch den Differenzbetrag auf die durchschnittliche Lebensdauer von 12 Jahren hochrechnen werden sie feststellen, dass das "Schnäppchen" in Wirklichkeit gar keines ist.

“Sie” wollen das nicht! Jetzt heißt es Augen und Ohren offen halten und an aller erster Stelle nur Kontakte zu seriösen Züchtern aufnehmen. Der LCD e.V. und der DRC e.V. Deutschland geben ihnen Auskunft und Adressen von Züchtern, die sich den strengen Zuchtauflagen und Kontrollen nach FCI/VDH unterwerfen. Wartezeiten sind durchaus einzurechnen. Aber was ist schon eine relativ kurze Wartzeit im voraussichtlich 12 Jahre langen Zusammenleben mit einem Hund, an dessen Wesenstärke und Gesundheit sie sich erfreuen können.

Natürlich gibt es keine 100%-ige Gesundheitsgarantie, aber die Chancen stehen allemal besser, als bei einem Hund aus der Produktionsfabrik.

Hunde mit erblichen eingestuften Krankheiten dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden. Labradors die zur Zucht zugelassen wurden, verfügen über:


- bestandenen Wesenstest

- einwandfreie Röntgenergebnisse der Hüften und Ellebogen

- Untersuchung auf erbliche Augenkrankheiten

- Formwert/Zuchtzulassung mit mindestens der Note sehr gut

- möglichst darüber hinaus eine Arbeitsprüfung

- Ergebnisse von Spezialzuchtschauen/Zuchtausstellungen


Die Hündin darf frühestens mit 20 Monaten belegt werden und scheidet mit Vollendung des 8. Lebensjahres aus der Zucht aus. Der Hündin dürfen innerhalb von 24 Monaten nur 2 Würfe zugemutet werden. Bei mehr als 8 Welpen darf die Hündin frühestens nach 1 Jahr wieder belegt werden.

Die Zuchtstätte muss den Anforderungen entsprechen um vom Zuchtwart abgenommen und genehmigt zu werden.

Bedenken sie bitte, dass dies kein unnötiges "Getue" ist, sondern es dient aussschließlich dazu, die Spreu vom Weizen zu trennen und den Welpen eine optimale Aufzucht zu gewährleisten.

 

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